Klagt nicht! Kämpft!

Zur Geschichte

des Friedrich Wilhelm Gottfried Arndt von Kleist, oder auch; der "grüne Kleist" genannt und seinem Königlich-Preußischen Freykorps 

 Das Wappen derer von Kleist

Friedrich Wilhelm Gottfried Arndt von Kleist, genannt der "grüne Kleist" war einer der talentiertesten Reitergenerale Friedrich des Großen und der erfolgreichste Freykorps Führer im Siebenjährigen Krieg. Er wurde am 29.08.1724 in Potsdam geboren und genoss eine ausgezeichnete Schulausbildung.

Im 2. schlesischen Krieg kämpfte er bereits als Kornet und wurde verwundet.

Im Husarenregiment Nr.3 diente er als Leutnant unter Generalmajor von Wartenburg und wurde zu einem seiner besten Schüler.

Im November 1756 wurde er zum Major und zum Kommandeur des 1. Husarenregiments ernannt.

Da dieses Regiment eine grüne Uniform trug wurde er alsbald der "güne" Kleist genannt.

Anfang 1757 hatte sein Regiment eine Stärke von 1.391 Mann.

1762 war sein erfolgreichstes Jahr, er verfügte im 1. Husarenregiment über 30 Eskardonen, drei Bataillone, insgesamt 6.200 Mann.

Er kämpfte u.a. in; Prag, Roßbach, Kolin, Leuthen, Kunersdorf, Strehla, Freiberg und Torgau.

Für seine Tapferkeit und sein entschlossenes Handeln erhielt er den  -Pour le merite-, er selbst war damal der jüngste Regimentschef, das war zu seiner Zeit einmalig.

Seine Gewandheit im kleinen Kriege, das heißt, das stören der Nachschublinien, agieren im Rücken des Feindes und seine Befähigung zu nützlicheren Unternehmungen, machten Ihn beim Feind berüchtigt. Kleist zeichnete sich durch Umsicht und Kühnheit aus und versetzte dem Feind so manche empfindliche Schläge.

Der Friedensschluß 1763 brachte für fast alle Freiformationen die Auflösung, so auch für die Kleister. Die Freyhusaren und Freydragoner wurden in schlesische Kavallerie- und Infanterieeinheiten, auch in Ungarische Infanterieeinheiten. Die Jäger wurden in märkischen Infanterieregimentern untergesteckt.

Der grüne Kleist gab seinem Korps seinen Geist. Er galt als Menschenfreundlich und war bei seinen Soldaten sehr beliebt, ebenso bei seinen Feinden.

Seine Karriere wurde im Jahre 1767 beendet da war er 36 Jahre alt.

Er starb am 28.  August 1774 im Alter von 43 Jahren im Kantonnementsquartier in Jeschkendorf bei Liegnitz an Pocken.